Nachdem ich den Prostatakrebs überstanden hatte, wollte ich eigentlich nur wieder zurück in meinen normalen Alltag. Doch nach meiner Prostataoperation kamen die Probleme mit der Blase. Manchmal waren es nur ein paar Tropfen beim Husten, Aufstehen oder bei körperlicher Anstrengung. An anderen Tagen musste ich plötzlich so dringend zur Toilette, dass kaum Zeit blieb.
Es hat mich mehr belastet, als ich meiner Frau damals zeigen wollte. Ich schämte mich, wurde gereizter und begann, manche Situationen zu vermeiden. Selbst Golf, längere Ausflüge oder Zeit mit meiner Familie fühlten sich plötzlich anders an, weil ich immer darüber nachdachte, wo die nächste Toilette war oder ob jemand etwas bemerken könnte.
Ich wollte keine Lösung, die mich jeden Morgen daran erinnert, dass ich inkontinent bin. Als ich anfing, saugfähige Boxer zu tragen, verschwand meine Blasenschwäche natürlich nicht. Aber ich fühlte mich im Alltag wieder sicherer und konnte mich zunehmend auf andere Dinge konzentrieren.
Diese Erfahrung ist ein Teil dessen, was später zu Provatt führte. Heute schreibe ich darüber, weil ich weiß, wie schwer es sein kann, über dieses Thema zu sprechen.
Wenn meine Geschichte einem anderen Mann zeigt, dass er mit diesem Weg nicht allein ist, dann hat es sich gelohnt, sie zu erzählen.